Archiv für Juni 2008

Unser Gutschein braucht ein Gesicht

Montag, 30. Juni 2008

Wer will einen Gutschein machen, der muss haben sieben Sachen: Gutscheinwert, Namen und Adressen der Läden, Gültigkeitszeitraum, Gutschein- und Sicherheitscode,  Kundeninfos, Glückwunschtext und ein hübscher Hintergrund. Das Ganze muss nun auf einem A4 Blatt so angeordnet werden, dass der Gutschein in allen Variationen eine gute Figur abgibt. Neben der visuellen Komponente stehen natürlich Sicherheit, Lesbarkeit und Flexibilität im Vordergrund. Eine große Herausforderung - wir werden uns stellen.

Design für den Heimdrucker

Sonntag, 29. Juni 2008

Nachdem wir uns ausführlich überlegt haben, was unsere Gutscheine alles können müssen, stehen wir nun vor der kniffeligen Aufgabe, das ganze in ein ansprechendes Design zu packen ohne dass der gemeine Heimdrucker daran scheitert es auch auf Papier zu bringen. Da gibt es verschiedene Dinge zu beachten, z.B. der Druckrand und das es auch Menschen gibt die nur das Geld haben, sich eine schwarze Druckerpatrone zuzulegen. Ich hab schonmal ein bisschen rum probiert und es ist gar nicht so einfach so viele Informationen auf einem Blatt Papier unter zu bringen ohne das es durcheinander und überladen wirkt. Ich bin gerade dabei, den Gutschein in verschiedene Themen-Felder zu unterteilen, z.B. Grußtext, Wert usw. mal sehen wie das aussieht. Ich werde auch gleich mal Benni (der auch unser Logo entworfen hat) kontaktieren ob er noch Ideen hat…

Jetzt doch wie eine Bank…

Freitag, 27. Juni 2008

Da ja unsere Gutscheine in mehreren Läden einlösbar sein sollen mussten wir uns eine Form überlegen wie wir die Gutscheine für den Partner Verifizierbar machen und sie gleichzeitig vor Fälschungen schützen. Der Partner muss wissen: ist der Gutschein gültig, ist er bei mir einlösbar und welchen Wert hat der Gutschein aktuell. Und er muss natürlich eine Abbuchung durchführen können. Mit einer einfachen Gutschein-Serien-Nummer war es hier also nicht getan. Wir hatten uns ursprünglich mal überlegt, dass man auf die Gutscheine einen Strichcode machen könnte, den der Partner dann einfach ein scannt. Die Kasse müsste mit einem System verbunden sein, welches dann die Gültigkeit und den Wert des Gutscheins überprüft und gleichzeitig eine Buchung macht. Und da war auch schon das Problem. Tante Emma hat bestimmt keinen Strichcode-Scanner, geschweige denn ein Kassensystem welches sich mit irgendeinen anderen System verbinden kann. Nein, Tante Emma hat eine Kasse die lustige Geräusche macht und ein Telefon welches an einer Schnur hängt. Deswegen mussten wir den Strichcode-Gedanken wieder verwerfen. Es muss auch einfacher gehen. Wir haben lange hin und her überlegt, bis Michael die zündende Idee hatte. Wir machen neben einer Gutscheinnummer auch eine Zahlenmatrix auf die Gutscheine, welche von unserem System generiert wird. Das ganze funktioniert dann ähnlich wie beim Online-Banking. Man geht auf die Homepage, logt sich ein, gibt zunächst die Gutscheinnummer an (wie die Kontonummer), dann fragt das System eine bestimmt Stelle der Zahlenmatrix ab, so wie bei den iTans. Das System zeigt nun an, ob der Gutschein für den Partner gültig ist und welchen Wert er noch hat. Wenn der Gutschein gültig ist, kann der Partner den entsprechenden Betrag vom Gutschein abbuchen. Das ist die Lösung, zumindest für den Laden der einen Computer mit Internet-Anschluss hat. Aber wir brauchen eine Lösung für Tante Emma und das Telefon. Mit dem Telefon kann man bekanntlich anrufen, warum soll man also nicht auch unser System anrufen können. Der gleiche Ablauf wie im Internet, nur von einer freundlichen Stimme vorgetragen und die Zahlen tippt man einfach ins Telefon ein. So kann auch Tante Emma bei uns mitmachen und sie ist ja schließlich die Wichtigste!

Was muss er können - unser Gutschein? (Teil 3)

Mittwoch, 25. Juni 2008

Das dritte Szenario, welches uns beim Thema Gutschein-Kauf eingefallen ist, ist der Gutschein vom kleinen Laden um die Ecke. Stellen wir uns vor: Julia hat 15. Geburtstag und wünscht sich für den Sommer ein neues Kleid, ihre Patentante Conny möchte ihr diesen Wunsch gerne erfüllen und kauft in der Boutique in ihrer Straße einen Gutschein für Julia. Sie bekommt eine Gutscheinkarte auf welcher der Wert des Gutscheins, der Laden und das Austellungsdatum vermerkt ist. Julia freut sich über den Gutschein und geht gleich am nächsten Tag mit ihren Freundinnen in den Laden. Auf dem Weg dorthin kommen sie an einigen anderen Geschäften vorbei und sehen in einem Schaufenster ein freches gelbes Kleid, alle stürzen in den Laden und Julia probiert es an, es passt perfekt, so hat sie es sich vorgestellt. Naja, vielleicht gibt es das Kleid ja auch in dem Laden, von dem sie den Gutschein bekommen hat. Dort angekommen wird Julia enttäuscht, die Boutique hat anstatt den flippigen gelben Sommerkleid nur lange langweilige Kleider wie sie ihre Tante immer trägt….. Irgendwie blöd gelaufen, Julia hat einen Gutschein und findet einfach nicht das passende. So kam uns die Idee, dass es doch toll wäre, wenn man den Gutschein gleich in mehreren Läden einlösen kann. So könnte man sich z.B. in dem einen Laden das schöne Sommerkleid kaufen und in dem anderen die passende Kette. Man müsste das Ganze natürlich auf eine bestimmte Anzahl von Läden begrenzen und alle Läden in denen der Gutschein einlösbar ist, müssen auf dem Gutschein eingetragen sein.

Was muss er können - unser Gutschein? (Teil 2)

Mittwoch, 25. Juni 2008

Wir finden es generell unpraktisch, wenn man Gutscheine nur mit ganz bestimmten Werten anbietet. Schließlich soll der kleine Max seinen Vater auch einen Gutschein über 10,40 € schenken können wenn er gerade soviel im Sparschein hat und Oma Erna bekommt zum 66. Geburtstag einen über 66,66 €, so gewinnt ein Gutschein an Persönlichkeit.

Was muss er können - unser Gutschein? (Teil 1)

Mittwoch, 25. Juni 2008

Wir beschäftigen uns zur Zeit intensiv mit der Frage was unsere Gutscheine eigentlich alles können müssen. Dazu haben wir uns erstmal überlegt was man sonst so angeboten bekommt wenn man einen Gutschein kauft. Geht man zu einem Elektroriesen, so muss man die Gutscheine an der Kasse suchen, dort findet man dann ganz im Stile von “Geiz ist Geil” eine ehr weniger hübsche Plastikkarte in mehreren Ausführungen: 10 €, 20 €, 50€, 100 €. Diese bezahlt man dann und steckt sie vielleicht noch in eine Glückwunschkarte auf der vorne in großen kitschigen Buchstaben: HAPPY BIRTHDAY zu lesen ist. Der Beschenkte “freut sich riesig” über das persönliche Geschenk und die Karte verschwindet irgendwo unter den Briefen und Rechnungen der letzten Wochen auf dem Schreibtisch. Wenn der Beschenkte diesen dann nach einem Jahr aufräumt findet er die in Vergessenheit geratene Karte wieder und freut sich, bis er merkt, dass der Gutschein nicht mehr gültig ist. Aus diesem Szenario konnten wir unschwer ableiten was wir nicht wollen: Einen unpersönlichen Gutschein, der vom Schreibtischmonster gefressen wird. Unser Gutschein soll individuell sein und Lust darauf machen ihn auch einzulösen. Um das zu realisieren müssen wir dem Kunden die Möglichkeit bieten etwas Persönliches auf den Gutschein zu bringen. Dies könnte z.B. ein Grußtext oder ein Bild sein. Auf einer Plastikkarte wird dies nur schwer möglich sein. Deswegen haben wir uns darauf geeinigt, das unsere Gutscheine aus Papier sind und auch auf dem Heimdrucker ausdruckbar sein müssen. Das hat außerdem den Vorteil, dass der vergessliche Klaus den Gutschein auch abends um 20 Uhr noch bekommt, wenn um 21 Uhr die Geburtstagsparty anfängt. Außer er hat auch vergessen eine neue Druckerpatrone zu kaufen :)

(Übrigens: So soll er nicht aussehen, unser Gutschein)

Am Ende des Lateins

Freitag, 20. Juni 2008

…oder warum donanda donanda heißt

irgendwie ist das ja immer so: das Kind muss einen Namen kriegen. Heutzutage ja zu allem Überfluss einen freien Domainnamen… Da ist das dann mit den naheliegenden Namen nicht mehr ganz so einfach.

Ich weiß noch, dass sich das Projekt, als es noch gar nicht ganz auf der Welt war, regelmäßig die etwas sperrige und sehr technisch anmutende Bezeichnung Gutscheinverteiler gefallen lassen mußte. Das es das nicht gewesen sein konnte, war allen klar, obwohl sich schon eine gewisse Gewöhnung breit machte.

Natürlich sind Namen Schall und Rauch - darauf kommt es doch gar nicht an und überhaupt, wichtig ist, dass es funktioniert. Naja, funktionieren muss halt am Ende auch die Kommunikation - irgendwie muss man sich ja ansprechen lassen…

Nachdem schon fast Monate ins Land gezogen waren, ohne dass ein konsensfähiger, griffiger Name inklusive verfügbarer Internetadresse entstehen wollte, mußte wohl oder übel die gute alte Humanistenkeule herhalten.

Geboren wurde donanda, eine vermutlich nie gebrauchte Gerundivform (von lateinisch donare) - wörtlich: die zu schenkende

Und siehe da: in den ganzen weiten google-Welten des Internets weit und breit keine andere donanda (na gut, ein hollänisches Springpferd aus den Achzigern…) außer unserer.

Die Entwicklung der Plattform läuft…

Mittwoch, 18. Juni 2008

Ich sag wie es funktionieren soll und der Rest der Mannschaft entwickelt, momentan ist das vor allen Dingen Stephan. Stephan, vielleicht könntest du unseren Blog-Lesern zur Abwechslung mal erklären wie du auf den Namen donanda gekommen bist und was das überhaupt bedeutet? Mal ein bisschen Poesie zwischen den ganzen Zahlen ist doch auch mal schön, oder?

Man(n) weiß ja nie wann die Muße zuschlägt…

Montag, 16. Juni 2008

So auch geschehen, heute vor genau einem Jahr, bei der Namensfindung an einem Wochenende in der schönen Dichter und Denkerstadt Weimar. Nach erfolglosen kreativen Spaziergängen, auf den Spuren von Goethe und Schiller kam die Erlösung dann doch noch. Es war eine SMS am 16. Juni 2007 um 1:21 Uhr von Stephan mit nur einem Wort: donanda.

Ist donanda eine Währung?

Dienstag, 10. Juni 2008

Nachdem wir vier uns nun zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen hatten, sollte geklärt werden wie es nun eigentlich weiter geht. Eine GmbH sollte gegründet werden. Doch vorher mussten wir noch eine Frage klären: Sind donanda-Gutscheine eine versteckte Währung? Nach ersten Konsultationen mit der IHK blieb die Ungewissheit, ob unsere Idee nicht eine Art “Pseudo-Währung” kreiert. Doch diese Frage konnte uns letztendlich nur die Bundesbank beantworten.

Fakt ist, wir verwalten das Geld unserer Kunden bis es dann nach dem Einlösen des Gutscheins an den Partner weitergeleitet wird. Vielleicht vergleichbar mit Wertpapieren (?). Fakt ist auch, der Gutschein ist nicht auf eine Filiale bzw. ein Unternehmen mit mehreren Filialen beschränkt. Diese Beschreibung rückt unseren Gutschein wieder etwas in Richtung Währung. Es hilft nichts, wir brauchten Antworten. Also stellte Micha alles nötige zusammen und machte eine Anfrage bei der Bundesbank, ob das auch alles so rechtens ist was wir uns ausgedacht haben, oder ob wir dazu erst eine Bank werden müssen. Wäre ja schon irgendwie blöd gewesen, ich wollte doch endlich weg vom Bankensektor…. Wenig später bekamen wir aber grünes Licht für unser Projekt und konnten loslegen. Nun konnten wir also unsere GmbH gründen und endlich anfangen die Seite zu entwickeln…. Und da stecken wir jetzt schon mitten drin….